Startseite Vermögensaufbau - Werkzeuge 4 Dinge, die Soloselbstständige mit mehr als 800.000 Euro Jahresgewinn tun

4 Dinge, die Soloselbstständige mit mehr als 800.000 Euro Jahresgewinn tun

von StB Eric Preusche LL.B.

Aus meiner Erfahrung im Finanzamt heraus würde ich schätzen, dass 80 % der Selbstständigen nicht über 150.000 Euro Jahresgewinn vor Steuern herauskommen. 15 % bewegen sich in einem Gewinnbereich zwischen 150.000 und 300.000 Euro. Darüber wird die Luft sehr dünn und es sind fast immer Unternehmer, die eine Maschine aufgebaut haben, die auch ohne sie arbeitet.

Umso verblüffender ist es für mich, dass ich in den letzten drei Jahren über meine Arbeit als Steuerberater drei Soloselbstständige getroffen habe, die jedes Jahr über 800.000 Euro an Gewinn vor Steuern einfahren. Und dabei handelt es nicht um die alten Herren, die Ihren Job schon ewig tun, sondern um unter 40jährige.

Hier sind die Gemeinsamkeiten, die ich bei allen dreien beobachtet habe.

  1. Sie bedienen eine superspezielle Nische.

Jeder der drei war in einer Nische tätig von der ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Ihre Tätigkeit ist so spezialisiert, dass es praktisch keinen Konkurrenzanbieter gibt. Deswegen kann ich aufgrund des Berufsgeheimnisses auch nicht sagen, was sie tun. Aber denken Sie nur an eine Spezialisierung wie „Steuerstrafrechtsverteidigung gegenüber dem Finanzamt für Franchise-Gastronomieunternehmer, die über 10 Millionen Euro Umsatz pro Jahr machen“.

  1. Sie verkaufen nie Ihre Zeit.

Keiner der drei rechnet nach Stunden ab oder bietet einen Stundensatz an. Stattdessen bezahlt der Kunde immer ein wertabhängiges Honorar in der Größenordnung von 15.000 bis 60.000 Euro pro Projekt. Dabei ist es egal wieviel zeitlicher Input der Selbstständige bringt, es geht seinem Kunden um das Ergebnis und den Wert, der geschaffen wird.

  1. Sie hatten mehr als 10 Jahre Erfahrung in Ihrer Branche, bevor sie sich selbstständig gemacht haben.

Alle drei haben ein abgeschlossenes Hochschulstudium und danach mehr als 10 Jahre in ihrer Branche in verschiedenen Anstellungen gearbeitet. Erst dann haben sie sich selbstständig gemacht. Ihre alten Arbeitgeber wurden zu ihren ersten Kunden. Sie wussten also „wo der Schuh drückt“ und haben sich schon vor der Gründung die notwendige Expertise aufgebaut.

  1. Sie nutzen ein eingespieltes Team aus Subunternehmern.

Auch wenn keiner der drei Mitarbeiter direkt beschäftigt, haben alle drei ein eingespieltes Team aus Subdienstleistern, denen sie beständig Arbeit verschaffen. Nach außen hin taucht dieses Team aber nie öffentlich auf.

Was machen wir jetzt daraus? Ich glaube man kann daraus drei Dinge lernen.

  • Spezialisieren bringt tatsächlich etwas (birgt aber auch ein größeres Risiko).
  • Wer beim Kunden Wert schaffen, kann auch gut verdienen (wenn er die richtige Abrechnungsart wählt).
  • Und: Allein geht es einfach nicht.

Kennen Sie noch mehr solche „Ausreißer“? Unternehmer oder Selbstständige, die so absurd viel mehr verdienen als der Durchschnittsbürger? Was machen die richtig oder anders?

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